3. Juli 2020 Der Aufsteiger VfB Lübeck

Der Aufsteiger VfB Lübeck

Für viele sind die Lübecker sicherlich keine Unbekannten. Ein Traditionsverein aus dem Norden spielte doch immerhin ein paar Jahre 2. Bundesliga, zuletzt im Jahr 2004. Seitdem sind die Marzipanstädter regelmäßiger Gast in der Regionalliga Nord. In den letzten 15 Jahren verbrachte man immerhin 14 Jahre darin, lediglich im Jahr 2013 stieg man in die 5. Liga ab. Nur ein Jahr später ging es aber wieder hoch. Nun ist man wieder im Profi-Fußball angelangt. 8 Spiele bestritten der VfB und der HFC gegeneinander. Die Statistik spricht klar für den Club. Ein Spiel ging lediglich verloren.

Regionalliga Nord
2011/2012 27. Spieltag VfB Lübeck Hallescher FC 0:1 (0:1)
2011/2012 10. Spieltag Hallescher FC VfB Lübeck 0:0 (0:0)
2010/2011 21. Spieltag VfB Lübeck Hallescher FC 3:2 (1:0)
2010/2011 4. Spieltag Hallescher FC VfB Lübeck 2:2 (1:1)
2009/2010 34. Spieltag VfB Lübeck Hallescher FC 1:1 (0:1)
2009/2010 17. Spieltag Hallescher FC VfB Lübeck 4:0 (1:0)
2008/2009 19. Spieltag Hallescher FC VfB Lübeck 0:0 (0:0)
2008/2009 2. Spieltag VfB Lübeck Hallescher FC 0:1 (0:1)

 

Am 22. Mai 2020 beschloss der Ligaverband NFV, die bereits Mitte März aufgrund der COVID-19-Pandemie abgebrochene Spielzeit zu beenden, zu diesem Zeitpunkt war Lübeck Tabellenerster. Der Verband benannte des Weiteren den Klub als Aufsteiger in die 3. Liga, da die Nord-Staffel in dieser Saison einen Direktaufsteiger stellte. Darüber hinaus steht der VfB Lübeck erneut im Endspiel des Landespokals, der Termin für die Partie gegen den Oberligisten SV Todesfelde ist jedoch bislang nicht bekannt.

 

Rivalitäten und Beziehungen zu anderen Vereinen

Während der Geschichte des VfB galten insgesamt zwei Vereine als große Rivalen der Grün-Weißen. Zum einen der 1. FC Phönix Lübeck, zum anderen Holstein Kiel. Die Rivalität zu Phönix ergab sich vor allen Dingen durch die Frage nach der Nummer eins in Lübeck. Diesen Status hatte bis in die dreißiger Jahre eindeutig Phönix Lübeck, bis Polizei Lübeck in der Gauliga Nordmark insgesamt stärker war. Nach dem Krieg trafen Phönix und der VfB erstmals häufiger aufeinander, wobei der VfB in diesen Jahren zum Teil bereits eine Klasse höher spielen konnte, so zum Beispiel in einigen Jahren der zweitklassigen Regionalliga. Nachdem der VfB nur noch viertklassig war, kam es in der Verbandsliga Schleswig-Holstein zu einer großen Anzahl an der Derbys, bis der VfB in die Amateuroberliga Nord aufsteigen konnte und die Vereine seither nicht mehr aufeinander trafen. Insgesamt ist die Bilanz gegen Phönix positiv. Ein besonderes Duell war unter anderem ein 7:5-Sieg des VfB in der Verbandsliga.

Eine Rivalität kam zwischen Holstein Kiel und dem VfB Lübeck erst nach dem Krieg auf, als die beiden Vereine vermehrt aufeinander trafen. Im direkten Duell sieht die Bilanz der Lübecker negativ aus, insbesondere in den direkten Aufeinandertreffen im Landespokal konnten die Lübecker nur selten einen Sieg über die Holsteiner erringen. Besondere Duelle zwischen den Vereinen war ein 2:1-Sieg von Holstein Kiel am letzten Spieltag der Saison 1999 mit dem die Kieler den Aufstieg des VfB Lübeck verhinderten, sowie ein 5:2-Sieg des VfB in der Saison 2001/02.Der Hauptgrund für das Entstehen der Rivalität war die Frage nach der Nummer eins in Schleswig-Holstein; nach dem Krieg war dies bis auf wenige Ausnahmen entweder der VfB Lübeck oder Holstein Kiel. Nachdem die Rolle der Nummer eins im Bundesland nach Kriegsende zunächst noch häufiger wechselte, konnten Holstein Kiel (Großteil der 1950er-, 1970er- und 1980er-Jahre) und der VfB Lübeck (Großteil der 1990er- und 2000er-Jahre) diese Rolle auch über längere Zeit einnehmen.

n der Vereinsgeschichte galt auch der FC St. Pauli, mit dem man unter anderem 1969 um die Aufstiegsrunde zur Bundesliga kämpfte, als größerer Rivale beziehungsweise gelegentlich auch als Derbygegner. Insbesondere ein 6:0-Sieg des Regionalligaaufsteigers VfB gegen den Bundesligaabsteiger St. Pauli aus der Zweitligasaison 2002/03 ist hierbei erwähnenswert, weil die in den 1990er Jahren umgebaute Lohmühle zum ersten Mal offiziell ausverkauft war. Spiele gegen weitere Vereine (oder deren Amateurmannschaften) aus den Bundesländern Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern werden gelegentlich ebenfalls als Nordderby oder kleines Nordderby bezeichnet und sorgen grundsätzlich für gute Zuschauerzahlen, haben aber sportlich nicht den Wert der drei zuvor genannten Begegnungen. Gleiches gilt für Spiele gegen ambitionierte Mannschaften aus Schleswig-Holstein, vor allen Dingen gegen den VfR Neumünster, den Itzehoer SV, Eutin 08 und den Heider SV.

 

[give_form id=”2846″]