Wir schlagen uns selbst

In Freiburg blieb der Hallesche FC auch im dritten Spiel punktlos. Bei den jungen Breisgauern kassierte der HFC dabei gleich zwei Rote Karten und erzielte erneut ein Eigentor.

 

Freiburgs Coach Thomas Stamm nahm nach dem 1:0 über die SpVgg Bayreuth zwei Änderungen in seinem Team vor: Burkart und Treu wichen für Kehl und den ehemaligen Hallenser Guttau. HFC-Trainer André Meyer beließ es im Vergleich zum 0:2 gegen Dynamo Dresden bei einem Wechsel und schenkte Bolyki statt Zimmerschied das Vertrauen in der Sturmspitze.

Nietfeld fliegt nach fünf Minuten

Für den ersten Aufreger der Partie sorgte jedoch ein Verteidiger der Gäste: Kapitän Nietfeld, am Wochenende gegen Dresden noch Eigentorschütze, brachte den entlaufenen Vermeij halblinks vor der Strafraumkante zu Fall. Drittliga-Debütant Luca Jürgensen entschied auf Notbremse – und verwies Nietfeld des Feldes (5.). Eine frühe Hypothek für die Hallenser, die anschließend nur selten offensiv vorstellig wurden.

Wenn es den HFC aber nach vorne zog, wurde es brenzlig. So verbuchte Halle nach einem Abschluss von Freiburgs Ontuzans (31.) die beste Chance der ersten Halbzeit, als Reddemann per Kopf den Pfosten traf (33.). Im direkten Gegenzug dann aber der nächste Nackenschlag: Kreuzer, seit dem ersten Platzverweis mit der Binde unterwegs, verfolgte den entlaufenen Kehl, legte ihn an fast identischer Stelle wie Nietfeld zuvor Vermeij und sah ebenfalls die Rote Karte (34.). Eine strittigere Entscheidung, war auch Gayret mitgelaufen und hätte womöglich noch eingreifen können.
Doppelte Unterzahl noch vor der Pause

Die doppelte Unterzahl für die Gäste hatte aber Bestand und wirkte sich entsprechend aus: Der HFC stand im und um den eigenen Strafraum dicht gestaffelt und brachte damit einen uninspirierten Gastgeber zur Verzweiflung. Zur Halbzeit hieß es folgerichtig 0:0.

Dass es dabei vorerst auch nach dem Seitenwechsel blieb, lag an etwas Spielglück und einem starken Keeper – im Kasten des SCF. Denn in der 51. Minute hatten neun Hallenser gleich zweimal die Führung auf dem Fuß: Erst nötigte Vollert Atubolu im Breisgauer Kasten zu einem starken Reflex, ehe Landgraf aus dem Rückraum nur um Zentimeter das rechte Toreck verfehlte.
Eigentor bricht den Bann

Naturgemäß fügte sich die Verteilung der Spielanteile insgesamt aber nahtlos an das Ende des ersten Durchgangs an: Die Hausherren spielten munter um den Strafraum der Gäste herum. Bis auf Wagners fulminante Distanzschüsse (55., 60.) fehlte es zunächst aber weiterhin an Durchschlagskraft beim SCF, der in der 64. Minute jedoch einen klaren Foulelfmeter nicht zugesprochen bekam.

Bezeichnenderweise brachen schließlich die Gäste selbst den Bann und brachten Freiburg in Person von Landgraf durch ein Eigentor in Front (70.). Ein Knackpunkt der Schlussphase, nach dem Knappe umgehend nachlegte und die Partie entschied (73.).

Anschließend vermochte der HFC es nicht mehr, sich in doppelter Unterzahl von dem Doppelschlag auf der Anzeigetafel zu erholen. Das Spiel plätscherte nur noch vor sich hin, Lee vergab die letzte nennenswerte Chance der Gastgeber (84.), es blieb beim 2:0.  

 

Text: Kicker

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