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Foto: Andreas Feineis

1. Mannschaft
Dienstag, 01.07.2025 09:08 Uhr

Nietfeld vor Abgang?

Beim Halleschen FC bahnt sich möglicherweise ein überraschender Abschied an: Jonas Nietfeld, langjähriger Leistungsträger und Identifikationsfigur des Vereins, steht offenbar vor dem Aus. Nach sechs Jahren im Trikot der Rot-Weißen und knapp 200 Pflichtspielen läuft sein Vertrag aus – eine Verlängerung ist Stand jetzt nicht erfolgt.Wie sich in den vergangenen Tagen verdichtete, spricht vieles für eine Trennung. Während der 31-Jährige stets seine Vereinsverbundenheit betonte und sich ein Karriereende beim HFC vorstellen konnte, scheint sich sportlich und wirtschaftlich eine andere Richtung abzuzeichnen.Der neue Cheftrainer Robert Schröder, der auf Mark Zimmermann folgt, plant offenbar nicht mehr mit Nietfeld auf dessen angestammter Position im Angriff. Stattdessen war der Allrounder, der bereits in mehreren zentralen Rollen – von der Innenverteidigung bis zur Sturmspitze – zum Einsatz kam, als defensiver Mittelfeldspieler vorgesehen. Genau dort aber ist der Kader mit Spielern wie Niklas Landgraf und Neuzugang Niclas Stierlin bereits prominent besetzt. Hinzu kommt: Für diese Rolle ist im aktuellen Etat offenbar kein Spielraum mehr vorhanden.Obwohl es noch ein persönliches Treffen zwischen Nietfeld, der sportlichen Leitung und dem Vereinsvorstand gegeben hat, ist die Lage nicht eindeutig. Offiziell ist die Tür noch nicht zu – intern scheint es aber Signale zu geben, dass eine Weiterbeschäftigung schwierig wird. Der Spieler selbst sondiert laut seinem Berater bereits den Markt und prüft mögliche Alternativen.Für viele Fans wäre ein Abgang des früheren Kapitäns ein harter Einschnitt – nicht nur sportlich, sondern auch emotional. Nietfeld hatte sich nach einem Kreuzbandriss in der vergangenen Saison eindrucksvoll zurückgekämpft und galt als wichtige Stütze auf und neben dem Platz. Ob es noch zu einer Wende in letzter Minute kommt oder das Kapitel endgültig endet, bleibt offen.Fest steht: Der HFC steht vor einer Entscheidung mit Signalwirkung – nicht nur für Nietfeld, sondern auch für das eigene Selbstverständnis im Umgang mit verdienten Spielern.